Was ist Squaredance?

Squaredance ist ein amerikanischer Volkstanz, bei dem je vier Tanzpaare an den Seiten eines (gedachten) Quadrates - Square - Aufstellung nehmen und den gesungenen Anweisungen des Callers folgend sich in ständig wechselnden Formationen bewegen. Es obliegt dem Caller, die Figuren zu einer harmonischen Choreografie zusammen zu setzen und die Tänzer schließlich wieder an ihre Ausgangsposition zu führen. Spaß und Abwechslung sind vorprogrammiert, denn erst während des Tanzens erfahren die Tänzer die nächsten Schritte.
Das erfordert natürlich ein gewisses Maß an Konzentration, weshalb zu den Squaredance Klubabenden auf Alkohol verzichtet wird.
Geraucht wird üblicherweise nur außerhalb des Tanzsaals, denn Bewegungssport betreibt man ja auch nicht in verrauchten Hallen.
Squaredance hält Körper und Geist fit und ist ein Generationen übergreifendes Hobby zu einer Musik, deren Spanne von Country über Golden Oldies bis zum Hit der aktuellen Top Ten reicht.

Woher kommt es?

Die historischen Wurzeln reichen zwar ins Amerika des 19. Jahrhunderts zurück, als er aus der Vermischung von Volkstänzen europäischer Einwanderer entstand,
aber der Tanz hat sich ständig weiterentwickelt.
Mit der amerikanischen Besatzung in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg kehrte diese Tanzform zu ihren eigentlichen Ursprüngen nach Europa zurück. Squaredance boomte in den 50er/60er Jahren. Die Petticoat-Mode jener Zeit beeinflusste das Squaredance-Outfit dauerhaft.
Heute tanzen wir den "Modern American Square Dance", dessen Tanzfiguren in verschieden schwierigen Stufen ("programs") weltweit einheitlich getanzt werden, egal ob in den USA, in Schweden oder Japan.
Das in Deutschland am häufigsten getanzte Programm ist "Mainstream", das aus 68 schier unendlich kombinierbaren Figuren besteht. Es gibt aber auch noch die höheren Tanzprogramme "Plus", "Advanced" (A1 und A2) und "Challenge" (C1, C2, C3a/b und C4).